Suchst Du noch oder wohnst Du schon? – bezahlbarer Wohnraum

Auf Einladung der örtlichen SPD fand am Mittwoch im Uetersener Hof unter dem Titel „Suchst Du noch oder wohnst Du schon? – bezahlbarer Wohnraum“ ein Diskussionsabend in gemütlicher Atmosphäre statt. Als Referenten konnten die Sozialdemokraten den Pinneberger Landtagsabgeordneten Kai Vogel und Manfred Kiewald Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Bau- u. Siedlungsgenossenschaft „Pinnau“ eG gewinnen.

Der Begriff „sozialer Wohnraum“ sei landläufig negativ besetzt, so begann der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Uetersen, Ingo Struve, und führte aus, dass sogar viele Arbeitnehmer durchaus Anspruch auf öffentlich geförderte Wohnungen hätten.
17200 Wohnungen müssen im Kreis Pinneberg bis 2030 errichtet werden. Auf Uetersen bezogen werden wir rd. 600 neue Wohnungen benötigen.

Kai Vogel (MdL) erläuterte, dass in der vergangenen Legislaturperiode auf Landes- u. Bundesebene stark gefördert wurde. 360 Mio€ wurden im Land gefördert, Kappungsgrenze und Mietpreisbremse wurden eingeführt.
Der demografische Wandel verändert zunehmend die Wohnansprüche und Wohnsituationen, insbesondere Nachfrage nach Single-Haushalten als auch barrierefreiem Wohnraum steigen, worauf die Kommunen auch zunehmend reagieren müssen. Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen betonte Kai Vogel, dass es nur gelingen kann, wenn man baut, baut und nochmals baut.

Manfred Kiewald (Pinnau eG) berichtete neben bisherigen Projekten wie z.B. „Am alten Sportplatz“ ebenfalls von der steigenden Nachfrage bzgl. Barrierefreiheit und barrierearmen Wohnungen. Im Durchschnitt verzeichnet die „Pinnau“ eG 300 Wohnungssuchende auf ihren Wartelisten.
Er betonte die schwierige Suche nach geeigneten Bauflächen in Uetersen und erläuterte Aufstockung und Nachverdichtung als wirtschaftlich sinnvolle Alternativlösung zur Wiederverwertung von bebauten Flächen. Wichtig war Herrn Kiewald auch, dass nachhaltige und energiesparende Bauweise entscheidend zur Bezahlbarkeit beitrage. Steigende Nebenkosten dürfe man bei der Betrachtung nicht außenvor lassen.

Das bisher gescheiterte Projekt an der „Jahnstraße“ gegenüber dem Sportplatz bedauerten alle Teilnehmer und sprachen sich dafür aus, dieses gerne bei entsprechenden Mehrheiten erneut aufzugreifen. Wohnraum geht uns alle an, bezahlbar und bedarfsgerecht geht nur, wenn genügend Wohnungen vorhanden sind. Nur wir, die SPD-Uetersen, setzen uns dafür ein, dass wohnraumschaffende Projekte vorangetrieben werden und bezahlbarer Wohnraum entsteht.

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